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Informationen über die Abwasserbeseitigung

Eine Kläranlage ist eine Einrichtung, in der Industrie- und/oder Haushaltsabwässer gereinigt werden. In der Regel erfolgt die Abwasserreinigung in drei Stufen.

1. Stufe: mechanische Reinigung
2. Stufe: biologische Reinigung
3. Stufe: weitergehende Reinigung

In der mechanischen Reinigungsstufe werden grobe und frei schwebende Feststoffe aus dem Wasser entfernt. Im Wasser gelöste Inhaltsstoffe werden in der biologischen Reinigungsstufe abgebaut. Die dritte Reinigungsstufe entfernt Phosphat und Stickstoff (Nitrat) aus dem Wasser. Abwässer werden heute wesentlich gründlicher gereinigt als noch vor wenigen Jahren, da immer mehr Haushalte an eine Kläranlage angeschlossen sind. Über das rund 500.000 Kilometer lange Kanalnetz sind in Deutschland inzwischen mehr als 96 Prozent der Haushalte an eine Kläranlage mit biologischer Reinigung angeschlossen. Über 10.000 öffentliche Kläranlagen ermöglichen eine Umsetzung der höchsten EU-Anforderungen bei der Abwasserreinigung.

Um eine effektivere und kostengünstigere Reinigung zu erzielen, wurde diese starre Einteilung in den vergangenen Jahren jedoch vielfach modifiziert. So unterscheidet man eine Vielzahl von Abwasserbehandlungsverfahren, die u. a. in Abhängigkeit von der erforderlichen Anlagengröße oder dem notwendigen Reinigungsgrad bemessen werden. Im ZWA Saalfeld-Rudolstadt kommen folgende Verfahren zum Einsatz: Belebungs- anlagen, Tropfkörperanlagen, Rotationstauchkörperanlagen, Teichanlagen. Gemeinsam ist allen Klärverfahren, dass dem eigentlichen Klärprozess eine mechanische Stufe zur Entfernung von Grobstoffen in Rechenanlagen und Sandfängen vorgeschaltet ist. Hier werden zum Beispiel Papier, Textilien, Holz und Plastik zurückgehalten. Ein Sandfang entfernt unter anderem Sand, Kies und Steine, ein Ölabscheider Fette und Öle.

Die Entfernung der im Abwasser gelösten Stoffe und Schadstoffe erfolgt durch unterschiedliche Mikroorganismen, wie zum Beispiel Bakterien, Pilze, Rädertierchen. Die größeren Kläranlagen verfügen über eine so genannte weitergehende Abwasser-behandlung, die mit Hilfe bestimmter Mikroorganismen besonderen Wert auf die Entfernung von Stickstoff- und Phosphatverbindungen legt. Eine Überdüngung der Flüsse und Gewässer und der damit einhergehende Sauerstoffmangel können so vermieden werden.

Im Jahr 2012 sind im Verbandsgebiet  rund 3,1 Millionen Kubikmeter Abwasser angefallen. Es stammt überwiegend aus den Bereichen Haushalt, öffentliche Einrichtungen, Gewerbe und Industrie. 42 Kläranlagen unterschiedlicher Größe sorgen für die Reinigung des kommunalen Abwassers; auf den an diese Kläranlagen angeschlossenen Grundstücken wohnen mehr als 70 Prozent der Einwohner des Verbandsgebietes. Das restliche Abwasser wird in Kleinkläranlagen vorgereinigt bzw. über Sammelgruben entsorgt.

Klärschlamm - wertvoller Dünger oder energiereicher Brennstoff?

Bei jedem Klärprozess fällt Klärschlamm an. In ihm sammeln sich die aus dem Abwasser entfernten Stoffe. Er besteht außerdem zu einem großen Teil aus den Mikroorganismen, die für die Klärung des Abwassers verantwortlich sind, und vor allem auch aus Wasser. In verschiedenen Entwässerungsstufen wird dieses Wasser von der eigentlichen Trockensubstanz getrennt. Dieser Prozess ist sehr energieaufwändig. Die Energie wird zum Teil aus dem beim Klärprozess entstehenden Methangas gewonnen.

Rund 7.000 bis 8.000 Tonnen Klärschlammtrockenmasse fallen jedes Jahr im Verbandsgebiet an. Dieser Klärschlamm wird kompostiert und künftig eventuell einer Verbrennungsanlage zugeführt. Da Klärschlamm sehr energiereich ist, kann er u. a. in Kohlekraftwerken mitverfeuert werden.

Selbstverständlich sind die Abwasserentsorger in unserem Einzugsgebiet auch für die Regenwasserbewirtschaftung zuständig. Kanalnetze sind so zu bemessen, dass sie auch bei stärkeren Regenereignissen eine große Sicherheit vor Überflutungen bieten. Durch verschiedene Maßnahmen stellen die Abwasserentsorger die Reinigung von belastetem Regenwasser sicher, bevor sie es in die Gewässer ableiten - zum Beispiel durch Rückhalt der am meisten belasteten Wasser in Regenrückhalteanlagen und durch nachfolgende Behandlung in der Kläranlage. In den letzten Jahren sind verstärkt auch dezentrale Lösungen zur Anwendung gekommen. Die ortsnahe Versickerung von Niederschlagswasser stärkt dabei den Wasserkreislauf und entlastet den Abwassergebührenzahler. Große Beachtung finden die Instandhaltung, Sanierung und der Ausbau des Kanalnetzes, der Pumpwerke und Regenrückhalteanlagen sowie der Kläranlagen. Schließlich müssen diese Anlagen zuverlässig rund um die Uhr ihre Aufgaben erfüllen. Außerdem ist immer wieder auch eine Anpassung an geänderte gesetzliche Vorgaben notwendig.

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