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Die neue Trinkwasserverordnung

Neuerungen in der Trinkwasserverordnung stärken die Qualitätsstandards für Trinkwasser. Im Mittelpunkt stehen die Trinkwasser-Installationen in Gebäuden. Sie dürfen die Qualität des Trinkwassers nicht beeinträchtigen.

Allgemeines zur Trinkwasserverordnung

Die Zweite Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) ist am 13. Oktober 2012 veröffentlicht worden und am 14. Dezember 2012 in Kraft getreten. Die TrinkwV regelt die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch – „Trinkwasser“! Das ist neben Trinkwasser auch Wasser für die Körperpflege und -reinigung sowie für die Reinigung von Gegenständen, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen. Alle festgelegten Anforderungen sind an den einzelnen Entnahmestellen einzuhalten. Zur Beschaffenheit des Trinkwassers sagt die TrinkwV im § 4, dass das Trinkwasser so beschaffen sein muss, dass durch seinen Genuss oder Gebrauch keine Schädigung der menschlichen Gesundheit, insbesondere durch Krankheitserreger erfolgt.
„Diese Anforderung gilt als erfüllt, wenn bei der Wasseraufbereitung und der Wasserverteilung mindestens die allgemein anerkannten Regeln der Technik eingehalten werden und das Trinkwasser den Anforderungen der § 5 bis 7 entspricht.“

Neues in der Trinkwasserverordnung

In der Änderung der TrinkwV ist jetzt ein „Technischer Massnahmewert“ von 100 KBE/100 ml Wasser für Legionellen festgelegt worden. Es wird eine systemische Untersuchung von Legionellen in Trinkwasserinstallationen von Gebäuden, in denen eine Großanlage zur Trinkwassererwärmung vorhanden ist, sofern sie Trinkwasser im Rahmen einer gewerblichen oder öffentlichen Tätigkeit abgeben und sich Duschen oder andere Einrichtungen zur Verneblung des Trinkwassers befinden, vorgeschrieben.

Welche Anlagen sind betroffen?

Betroffen sind Großanlagen, aus denen öffentlich oder gewerblich Trinkwasser abgegeben wird, die mehr als 400 Liter Inhalt fassen oder Warmwasserleitungen mit mehr als 3 Litern Inhalt zwischen Entnahmestelle und Trinkwassererwärmer (Boiler).
Von der Neuregelung betroffen ist also auch jede Eigentümergemeinschaft mit zentraler Warmwasserbereitung, da die Wohnungsvermietung als gewerbliche Tätigkeit zählt. Jedoch wird klargestellt, dass entsprechende Anlagen in Ein- und Zweifamilienhäusern keine Großanlagen zur Trinkwassererwärmung sind.

Anzeigepflicht

Die TrinkwV sieht bei der Legionellenproblematik eine Anzeige-, Untersuchungs- und Informationspflicht gegenüber den Verbrauchern vor. Diese Verpflichtungen werden dem sogenannten Unternehmer oder sonstigen Inhaber der Trinkwasserinstallation (UsI) übertragen. Das Gesundheitsamt muss nur noch bei Bekanntwerden von Massnahmewertüberschreitungen oder bei Nichterfüllung der Pflichten durch den UsI tätig werden. Es sind den betroffenen Verbrauchern eventuelle Einschränkungen bei der Verwendung des Trinkwassers unverzüglich mitzuteilen.

Untersuchungspflicht

Entlastungen gibt es im Bereich der Objekte mit Großanlagen, bei dem Trinkwasser im Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit abgegeben wird. Hier wurde das Untersuchungs-intervall von einmal pro Jahr auf einmal in 3 Jahren verlängert. Die Erstuntersuchung muss nun bis zum 31. Dezember 2013 (vorher 31. Oktober 2012) erfolgt sein. Auch ist die Meldepflicht für den Bestand an Großanlagen weggefallen. Sind Legionellen festgestellt worden und wurde der Maßnahmewert an einzelnen Probeentnahmestellen überschritten, muss der UsI eine Ortsbesichtigung durchführen oder durchführen lassen und eine Gefährdungsanalyse veranlassen, mit dem Ziel, ein technisch einwandfreies System wieder herzustellen.

Achten Sie deshalb bei der Auswahl Ihrer Installateurfirma auf deren fachliche Befähigung und die Eintragung in ein Installateurverzeichnis.

Bei weiteren Fragen steht Ihnen unser Revisionsmeister Herr Roschka 03671-579656 gern zur Verfügung.

 

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